Nachwuchsprobleme im Handwerk : eine Studie im nördlichen Ruhrgebiet
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Gelsenkirchen
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Abstract
In einer Befragung, die vom Lehrstuhl für angewandte Sozialforschung der Ruhr-Universität Bochum und dem IAT in Kooperation mit den Handwerkskammern Münster, Düsseldorf und Dortmund unter 1.163 Handwerksbetrieben im nördlichen Ruhrgebiet durchgeführt wurde, meldeten rund 35 Prozent aller Betriebe, dass sie Schwierigkeiten haben, geeignete Bewerber mit Hauptschulabschluss zu finden. Bei Bewerbern mit Realschulabschluss oder Abitur wird es sogar für 52 Prozent der Betriebe problematisch. Besondere Probleme auf der fachlichen Ebene bereiten Mathematik und Deutsch, während Computerkenntnisse weitgehend vorhanden sind. Bemängelt werden insbesondere fehlende Selbstständigkeit, Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit. Als Folge dieser Einschätzung werde es für Handwerksbetriebe immer schwieriger, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden. Die Autoren der Studie schlagen eine bessere Vernetzung und Kooperation mit den Schulen und die Entwicklung eines gemeinsamen Übergangsmanagements vor. (BIBB-Doku)