Determinanten beruflicher Identität bei Gymnasiasten : fragliche klassische Berufsorientierung
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130859
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Abstract
Der Beitrag berichtet über die Entwicklung des Projekts "Schule und Wirtschaft", das den Prozess der beruflichen Identitätsbildung bei Schülern der Stufen 11 und 12 dreier Wormser Gymnasien seit 2003 untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Einflussfaktoren auf die Interessen und Berufswünsche der Schüler vor ihrer Berufsentscheidung. Ein Berufsinteressentest (AIST), ergänzt durch ein Schüler-Assessment Center, liefert Hinweise darauf, welche Interessen und Berufswünsche Schüler vor ihrer Berufsentscheidung äußern. Zur Ermittlung der beruflichen Identität - ein neuer Forschungsfokus im Projekt - wurde in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich 2004 erstmalig ein Fragebogen eingesetzt. Dieser Ansatz verfolgt das Ziel, eine Passung zwischen beruflicher Identität und Beruf zu erreichen, indem ein mit den Interessen übereinstimmender Beruf gesucht wird. Die Auswertungsergebnisse verweisen darauf, dass die Ausbildung der beruflichen Identität der Schüler durch die klassische Orientierung am Normalarbeitsverhältnis geprägt ist, nicht aber durch den Wunsch nach Flexibilität und beruflicher Mobilität. Diese klassische Ausrichtung lässt aus Sicht der Autoren fraglich erscheinen, ob die antizipierte berufliche Identität den zukünftigen Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt entspreche. (BIBB-Doku)