Qualifikationsverlagerung und -polarisierung statt Reprofessionalisierung : zur Qualifikationsentwicklung in der deutschen Möbelindustrie
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115203
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Abstract
"Im Verlauf des sich seit vielen Jahren vollziehenden Strukturwandels in der Möbelindustrie setzen sich zunehmend systemisch orientierte Rationalisierungsstrategien durch, die zu gravierenden Veränderungen in den Qualifikationsanforderungen und Qualifikationsstrukturen führen. Im Gegensatz zu gängigen Vorstellungen über eine Requalifizierung der Arbeit und einer Zunahme des Qualifikationsniveaus zeigen sich dort vorwiegend Tendenzen zu fortbestehender und verschärfter Arbeitsteilung, zum Bedeutungsverlust fachlicher und prozessspezifischer Anforderungen, zur flexiblen Leistungsabforderung bei vielfach unterqualifiziertem Arbeitseinsatz und zum Abzug von Steuerungskompetenzen aus der Werkstatt. Auch in der Zulieferindustrie finden Entwicklungen zur Aufsplitterung und fachlichen Entwertung bislang noch dominierender ganzheitlich-handwerklicher Qualifikationen statt. Damit werden Funktion und Position des Holzfacharbeiters immer mehr in Frage gestellt; eine Anhebung der Qualifikationen auf breiter Ebene und eine Zunahme des Facharbeitereinsatzes sind nicht zu erwarten." (Autorenreferat)