Ganzheitliche Produktionssysteme und Flexible Standardisierung - Antworten auf die Berufsbildungspolitik
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Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage, welches Profil beruflicher Bildung zukunftsfähig ist. Zu den Kernbestandteilen des dualen Systems gehören Beruflichkeit und reflektiertes Lernen und Arbeiten in der betrieblichen Praxis. Aktuell werden als Antwort auf neue Produktionskonzepte ("flexible Standardisierung") Vorschläge lanciert, dieses Profil zu flexibilisieren und aufzuspalten. Die Flexibilisierung wird vor allem als Chance für benachteiligte Jugendliche gesehen, aber auch als generelle Lösung zur passgenauen Qualifizierung unterschiedlich befähigter Jugendlicher. Der Autor sieht dies dagegen eher als einen Beitrag zum Attraktivitätsverlust und zur Entwertung beruflicher Bildung, die auch ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber akademischen Bildungswegen schwächt. Qualifikationen und Kompetenzen werden in diesen Vorschlägen aus Produktionskonzepten und deren Anforderungen abgeleitet. Der Beitrag setzt sich in fünf Schritten mit diesen Vorschlägen und deren Konsequenzen auseinander. Beginnend mit unterschiedlichen Niveaus von Facharbeiterabschlüssen im dualen System werden die Begründungen für eine Differenzierung von Niveaustufen und Abschlüssen innerhalb und unterhalb des dualen Systems nachgezeichnet und Schwachstellen der Argumentation benannt. Auf der Basis dieser Auseinandersetzung werden alternative arbeits- und bildungspolitische Pfade des Umgangs mit den angeführten ganzheitlichen Produktionssystemen vorgestellt und darauf bezogen einige Problemfelder der Weiterentwicklung des Dualen Systems umrissen. (BIBB-Doku)