Zusammenhang zwischen Arbeit und Kompetenzerleben
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Abstract
"Als Folge wachsender Arbeitslosigkeit wird die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen Arbeitstätigkeiten erhalten, die in den Persönlichkeitseigenschaften auch zu ihnen passen, eher geringer. Vor diesem Hintergrund ist die Annahme naheliegend, dass die arbeitsinduzierten Persönlichkeitsveränderungen im Sinne der Sozialisationshypothese ansteigen könnten. Die Kompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Arbeitswelt. Eine Möglichkeit der Entwicklung von Kompetenz besteht im Projektieren von Tätigkeiten mit dem Ziel, dass Entwicklungspotentiale in die Arbeitsaufgabe implementiert werden. Die vorliegende Untersuchung widmet sich der Frage nach dem Einfluss der Arbeit bzw. der Gestaltung von Arbeitsaufgaben auf die Kompetenzentwicklung des Menschen. Der Untersuchung liegt ein korrelatives Design zugrunde. Die Stichprobe umfasst 251 Personen im erwerbsfähigen Alter. Die erhobenen Daten stützen sich auf das Selbstkonzept beruflicher Kompetenz. Im Ergebnis der Untersuchung zeigt sich, dass über die Persönlichkeitsmerkmale hinaus durch die Qualität der Arbeit Kompetenz vorhersagbar ist. Vor allem im Bereich des metakognitiven Wissens und der metakognitiven Kontrollprozesse gibt es einen Zusammenhang mit den lernrelevanten Arbeitsmerkmalen. Ausgehend von der Annahme, dass die Befähigung zum Transfer als Kernstück der Kompetenzentwicklung betrachtet werden kann, ist dieses Ergebnis ein interessanter Befund, denn metakognitive Fertigkeiten sowie kognitive Fähigkeiten werden als eine notwendige Voraussetzung für positiven Transfer gesehen." (Autorenreferat)