Vom Nutzen und der Nutzlosigkeit beruflicher Bildung für Geringqualifizierte
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Abstract
"Die Diskussion um die Beschäftigungs- und Bildungsprobleme Geringqualifizierter ist durch drei Interpretationsmuster gekennzeichnet: 1. Geringqualifizierte haben ein Motivationsproblem. 2. Geringqualifizierte haben nur unzureichende Lernkompetenzen (und sind in der Folge nicht beschäftigungsfähig). 3. Es gibt zu wenig Arbeitsstellen für Geringqualifizierte - eine Investition in Bildung ist nutzlos. Es wird deutlich, dass auch in der Weiterbildung Veränderungsbedarfe bestehen, will man Geringqualifizierte überhaupt erreichen und für Weiterbildung gewinnen. Daraus lassen sich Erkenntnisse für die Konzeption von Lehr-/Lernarrangements ableiten, die Gestaltungs- und Verantwortungsmöglichkeiten zulassen, also mehr Selbststeuerung und Selbstorganisation beim Lernen ermöglichen. Eine bessere Vernetzung von Lern- und Arbeitsorganisation sowie eine Verbesserung der Lernmöglichkeiten im Betrieb ist Grundvoraussetzung, um eine noch stärkere Segmentierung zwischen den unterschiedlichen Qualifikations- und Beschäftigtengruppen zu vermeiden." (Autorenreferat)