Chancengleichheit, Statusmobilität und öffentliche Bildungsinvestitionen : Bielefelder Tagung / Ausschuss für Bildungsökonomie (1994, Bielefeld)
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Berlin
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Abstract
Der Autor verfolgt das Ziel, das Konzept der Chancengleichheit im Kontext der intergenerationellen Einkommensmobilität mit Hilfe eines formalen Modells zu präzisieren, den Begriff der Chancengleichheit analytisch zu strukturieren und in den Zusammenhang der aktuellen bildungspolitischen Diskussion zu stellen. Vor dem Hintergrund der "Vererbung" des ökonomischen Status stellt er die Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit und definiert als Handlungsziel nicht die Nivellierung von Ungleichheit, sondern die Durchlässigkeit der Gesellschaft. Mit Hilfe des Modells werden die bildungspolitischen Konzepte der Leistungs- und der Einheitsschule in ihren Auswirkungen auf die ökonomische Mobilität überprüft. Es zeigt sich, dass im Fall der Einheitsschule bei steigenden staatlichen Bildungsinvestitionen die ökonomische Mobilität steigt, im Fall der Leistungsschule dagegen bei wachsenden Bildungsausgaben ein Rückgang der Mobilität möglich ist. Grundsätzlich hält der Autor als Ergebnis fest, dass das Ziel der Chancengleichheit nicht notwendig mit dem der Mobilität kompatibel ist. (BIBB2)