Kritik der Qualitätssicherung : bürokratische, sinnlose und sinnvolle Wege zu mehr Qualität
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Abstract
"Der Beitrag nimmt das mit den Bildungsstandards verbundene "Qualitätsmanagement" (QM) kritisch in den Blick. Ihm zufolge lässt sich jede Form von QM auf ein simples dreischrittiges Denkmodell zurückführen: Zielvereinbarung, Handeln und Kontrolle/Evaluation, etwas, was jeder Mensch sowieso automatisch macht, wenn er eine gezielte Handlung ausführt. Als standardisiertes Entwicklungsverfahren finde dieses Modell in der Technik (z. B. Optimierung von Abläufen) eine sinnvolle Anwendung. Zur Optimierung von Schulen, Unterricht, Lehrerpersönlichkeiten sei es aber völlig unsinnig, denn das QM verschaffe keinerlei Einsicht in die Ursachen für guten oder schlechten Schulerfolg, etabliere dafür umso mehr Kontrollmacht und eine aufgeblähte Bürokratie. QM rufe bezeichnenderweise besonders bei Kollegen aus der ehemaligen DDR ein unangenehmes Déjà-vu hervor und sei dort vor allem auch im Rahmen unsinniger Zielvereinbarungen kläglich gescheitert. Anstelle von "Papiersteuerung" (Tests) bräuchten Lehrpersonen zur Optimierung ihres Unterrichts die Vermittlung und den Aufbau fachlicher, fachdidaktischer und pädagogischer Qualitäten. Zu erwerben seien diese in einer angemessenen Aus- und Weiterbildung, und zwar durch Dozenten, die guten Unterricht selbst real vormachen könnten, statt ausschließlich psychologische oder pädagogische Theorien zu referieren." (BIBB-Doku)
Quelle des Abstracts: http://www.bildung-wissen.eu/tagungen/Tagung_Bildungstandards_Uni_Koeln.pdf
Quelle des Abstracts: http://www.bildung-wissen.eu/tagungen/Tagung_Bildungstandards_Uni_Koeln.pdf