Drängt sich für die betriebliche Ausbildung ein Paradigmawechsel auf?
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90462
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Neuwied
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Abstract
"Auch heute noch sind viele betriebliche Ausbildungskonzeptionen auf ein traditionelles, objektivistisches Paradigma des Lehrens ausgerichtet: Sie orientieren sich an herkömmlichen individuellen Stellenanforderungen für Einzelarbeitsplätze. Es besteht aber die Gefahr, dass betriebliche Ausbildung nicht auf den immer rascher werdenden Wandel und auf eine höhere Flexibilität vorbereitet. In der Theorie wird dieses Paradigma deshalb zunehmend hinterfragt und mit der konstruktivistischen Idee des selbstregulierten Lernens in Netzwerkstrukturen (organisationales Lernen) konfrontiert. Der Beitrag untersucht, ob dieses Paradigma zu einer rascheren Wandlungsfähigkeit und mehr Innovationen in Unternehmen beitragen kann. Die Wechselwirkungen zwischen den Organisations- sowie Arbeitsstrukturen und der betrieblichen Bildungskonzeption werden betrachtet. Eine Analyse der Erfahrungen und Probleme führt zur Hypothese, dass nach einer Kombination der beiden Paradigmen zu suchen ist, weil das Konstruktivistische als zu idealistisch eingeschätzt wird." (Autorenreferat)