Berufsbilder im Gesundheitssektor : Vom "Berufebasteln" zur strategischen Berufsbildungspolitik
item.page.bibb.id
183381
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
Bonn
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
Zitation von einer BIBB-Publikation
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Ziel der Untersuchung ist es, die laufenden Umbrüche und Erneuerungen bei der Entwicklung und Nutzung von Berufsbildern im Gesundheitssektor zum einen (empirisch) differenziert zu erfassen und zum anderen daraufhin zu untersuchen, welche Ansätze und Trends im Sinne der Zieltriangel der Sozialen Gesundheitswirtschaft - Versorgungsqualität, gute Arbeit und Wirtschaftlichkeit - fruchtbar sein könnten. Die notwendige Fokussierung erfolgte dabei auf einen bedeutenden und dynamischen Teilsektor der Gesundheitswirtschaft, das Krankenhaus. Im Einzelnen zielte die explorative Studie auf folgende Fragestellungen: Wie haben sich Berufsbilder, Arbeitsteilung, Aufgabenzuschnitte und Arbeitsbedingungen im Krankenhaus in den letzten Jahren entwickelt? Welche Zielsetzungen und Interessen werden damit verfolgt? Lässt sich auf dieser Basis ein Profi l der Gesundheitsarbeit im Krankenhaus zeichnen? Welche Aussagen zu den Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Versorgungsqualität, die Patientenorientierung und die Arbeitsqualität lassen sich treffen? Findet sich Evidenz für mehr Gesundheit, bessere Arbeit und wirtschaftliche Vertretbarkeit? Welche Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Krankenhaus lassen sich aus den Ergebnissen ableiten?" Die Autoren kommen zu folgenden Befunden: Die Veränderungen der Aufgabenverteilung insbesondere zwischen ärztlichem Dienst, Pflegedienst und Assistenzdiensten sind in den Krankenhäusern weit verbreitet. Die Entwicklung wird von vielfältigen und teils widersprüchlichen Interessen getrieben. Es entwickeln sich neue Qualifikationen und Berufe auf unterschiedlichem Niveau - eine kaleidoskopische Berufelandschaft mit nicht-intendierten Effekten ist die Folge. Versorgungsbedarf, Arbeitskonzepte und Qualifikationen/Kompetenzen werden unzureichend miteinander verknüpft. "Blinde Flecken" bei den Leistungen und der Patientenorientierung sind die Folge. Ein vitaler Bildungsmarkt für Gesundheitsberufe schafft Aus-, Fort- und Weiterbildungen, deren berufliche Verwertbarkeit in Teilen unklar ist. Wo einerseits neue Wege in Arbeit entstehen, drohen andererseits auch "Phantomkarrieren". (Textauszug; BIBB-Doku)