Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen in universitären Spitzenpositionen
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122728
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Abstract
Die Autorin rückt bei der Suche nach den Ursachen der Benachteiligung von Frauen in universitären Spitzenpositionen strukturelle Hindernisse in den Mittelpunkt. Es wird die These vertreten, dass solche Behinderungen sowohl auf der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite liegen. Im zweiten Abschnitt werden die gesellschaftlichen Strukturbedingungen behandelt, da davon ausgegangen wird, dass die Ausformung des weiblichen und männlichen Arbeitsangebots hiervon abhängig ist. Im dritten Abschnitt erfolgt eine Analyse des "weiblichen Arbeitsangebots" als Ergebnis geschlechtsspezifischer Sozialisation, speziell seiner für den wissenschaftlichen Arbeitsmarkt relevanten Charakteristika. Im vierten Abschnitt wird die Nachfrageseite im Zentrum der Analyse stehen. Es werden Universitätsstrukturen untersucht, um hier Besonderheiten, Brüche und Einseitigkeiten herauszuarbeiten, die auf ein männliches Arbeitsangebot hin ausgerichtet sind, und damit Frauen systematisch und unabhängig von individuellen Vorurteilen benachteiligen. Als Ergebnis der Analyse wird festgehalten, dass das Arbeitsangebot auch qualifizierter "Wissenschaftsfrauen" aufgrund der extrafunktionalen Qualifikationsaspekte nicht naht- und bruchlos auf die universitäre Nachfrage passt. Gefordert wird ein aktiver Ausgleich, um eine stärkere Beteiligung von Frauen zu erreichen. (IAB2)