Funktionaler Strukturwandel in der Industrie: Bedeutung produktionsnaher Dienste nimmt zu
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168043
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Abstract
"Immer weniger Menschen in Deutschland arbeiten im Industriesektor. Zwischen 1999 und 2013 ist die Zahl der Erwerbstätigen von 7,7 Millionen auf 7,3 Millionen gesunken. Nicht alle Unternehmensbereiche sind jedoch gleichmäßig vom Rückgang betroffen, vielmehr kommt es zu einem funktionalen Strukturwandel innerhalb der Industrie. In der Fertigung geht die Beschäftigung zurück, in den sogenannten produktionsnahen Diensten - also Forschung und Entwicklung (FuE), technische Dienste sowie Leitungs- und Organisationsfunktionen - nimmt sie zu. Besonders stark bauten die exportorientierten Industriebranchen ihren Forschungs- und Entwicklungsbereich aus, aber auch in binnenmarktorientierten Branchen legte FuE deutlich zu. Dass der Beschäftigtenanteil in der Fertigung sinkt, heißt aber nicht zwangsläufig, dass dieser Bereich immer unwichtiger wird. Im Gegenteil. Die Ansprüche an die Qualifikation und Fähigkeiten der Arbeitskräfte in der Fertigung sind hoch, in den exportorientierten Branchen ebenso wie in den binnenmarktorientierten. Der Trend zur Tertiarisierung in der Industrie dürfte sich künftig fortsetzen, nicht zuletzt wegen der zunehmenden Digitalisierung von Informationen. Routineaktivitäten werden weiter an Bedeutung verlieren, anspruchsvolle Tätigkeiten - auch in der Fertigung - an Bedeutung gewinnen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)