Anpassung der betrieblichen Ausbildungsaktivität an Veränderungen der Geschäftserwartungen
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130841
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Abstract
Ausgehend von aktuellen Befunden wird der Einfluss der einzelbetrieblichen Geschäftserwartung auf das betriebliche Ausbildungsangebot identifiziert. Mit Blick auf den ausgeprägten Konjunkturverlauf in den vergangenen Jahren wird dabei die Geschäftserwartung als weiterer erklärender Faktor für die Bestimmung des einzelbetrieblichen Ausbildungsvolumens und damit auch des gesamtwirtschaftlichen Angebots in die Modellierung eingeführt. Die Befunde statischer und dynamischer Schätzungen auf der Grundlage des IAB-Panels zeigen, dass Betriebe auf Veränderungen in den Geschäftserwartungen offenbar sehr sensibel mit Veränderungen im Ausbildungsengagement reagieren und dabei zwischen kurz- und langfristigen Effekten zu unterscheiden ist. Während bei kurzfristigen Veränderungen in den Geschäftserwartungen von symmetrischen Anpassungsmustern auszugehen ist, was tendenziell zu sinkenden Ausbildungsstellen führt, scheint in einer langfristigen Betrachtung asymmetrisches Anpassungsverhalten vorzuliegen. Unsicherheit in der einzelbetrieblichen Geschäftserwartung führt dabei zu tendenziell sinkenden Ausbildungsanstrengungen der Betriebe, wobei für ausbildungsaktive Betriebe jedoch von einem Krisenzeiten überdauernden Sockel des Ausbildungsangebots ausgegangen werden kann. (BIBB-Doku)