Soziale Ausgrenzung von Geringqualifizierten: Entwicklungen der materiellen, kulturellen und politischen Teilhabe
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Abstract
Personen mit geringen oder fehlenden Bildungsabschlüssen sind in besonderem Maße den Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt. Der Beitrag geht auf die möglichen Zusammenhänge zwischen geringer Bildung und Ausgrenzungsrisiken ein und untersucht Bildung und soziale Teilhabe im Zeitverlauf. Die Autoren gehen von einem starken Zusammenhang zwischen geringer Bildung und Risiken sozialer Ausgrenzung in verschiedenen Dimensionen aus. Die Daten auf Basis des SOEP bestätigen die bereits bekannten Forschungsbefunde einer überproportionalen Zunahme das Ausgrenzungsrisikos Geringqualifizierter am Arbeitsmarkt und in Bezug auf materielle Armut im Zeitverlauf. Dies zeigt sich auch in den kulturellen und politischen Dimensionen gesellschaftlicher Teilhabe. Für die politische und kulturelle Ausgrenzung wird jedoch keine zunehmende Spreizung der Ungleichheit erwartet. Mit der Abnahme des Anteils Geringqualifizierter an der Erwerbsbevölkerung im Zuge der Bildungsexpansion nehme deren kategoriale Diskriminierung, nicht zuletzt die institutionelle Festschreibung und Verstärkung zu und gipfele in verschärfter Exklusion und schließlich Autoexklusion mit anomischen Widerstands- und sozialen Überlebensstrategien. (BIBB-Doku)