Bildungspolitische Grundüberzeugungen und ihr Einfluss auf den wahrgenommenen Reformbedarf zur Realisierung eines inklusiven Berufsausbildungssystems - Ergebnisse einer Befragung von Berufsbildungsfachleuten
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175140
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Abstract
"Spätestens seit der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wird das Thema Inklusion in der deutschen Bildungspolitik diskutiert. Der Transfer auf die duale Berufsausbildung steht jedoch vor einer spezifischen Herausforderung. Denn über die Zugänge in Ausbildung wird auf einem Markt entschieden, auf dem jährlich auch mehrere Zehntausend Jugendliche ohne Behinderungen scheitern. Reformvorschläge zugunsten einer umfassenden inklusiven Gestaltung der Berufsausbildung, in der alle ausbildungsinteressierten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz erhalten, rütteln somit zum Teil auch an den Grundfesten der marktförmigen Zugangsordnung. Es ist deshalb zu erwarten, dass diese Vorschläge je nach den bildungspolitischen Grundüberzeugungen und der Organisationszugehörigkeit von Berufsbildungsfachleuten auf ein unterschiedliches Echo stoßen. Im Beitrag wird untersucht, wie diese Grundüberzeugungen die Haltung gegenüber Reformvorschlägen zugunsten einer inklusiven Gestaltung der Berufsausbildung beeinflussen und inwieweit die organisationale Herkunft der Berufsbildungsfachleute dabei bedeutsam ist. Empirische Basis bilden die Befragungsergebnisse von rund 300 Fachleuten aus dem BIBB-Expertenmonitor 2013." (Autorenreferat, BIBB-Doku)