Empirische Erfahrungen mit Bildungsgutscheinen: Was können wir für die deutsche Diskussion lernen?
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129810
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Abstract
Der Beitrag stellt mit Hinweis auf entsprechende internationale Studien die verschiedenen Ansätze von Bildungsgutscheinen dar, differenziert betrachtet nach Bildungsbereichen (frühkindlicher Bereich, Schule, Hochschule, Berufliche und Weiterbildung). Im Mittelpunkt stehen folgende zentrale Fragestellungen: Verbessert Gutschein-induzierter Wettbewerb die Leistungen der Schüler und Studierenden sowie die Qualität des Bildungssystems? Verbessern Gutscheine die Produktionseffizienz? Entscheiden Schüler, Studierende bzw. deren Eltern auf der Grundlage von Qualitätskriterien? Welche Auswirkungen haben Gutscheine auf soziale Segregation und Chancengleichheit bzw. Chancengerechtigkeit? Führen Gutscheine zu Umverteilungen zwischen Individuen, Institutionen oder Regionen, unabhängig von Qualitätsunterschieden? Welche Rahmenbedingungen sind erforderlich, damit Gutscheinsysteme funktionieren können? Der Autor plädiert nachdrücklich für die Nutzung der mit der Einführung der entsprechenden Gutscheine entstehenden Wettbewerbssituation. Auch wenn nach den vorliegenden Erfahrungen die Einführung von Bildungsgutscheinen nur in sehr geringem Umfang Verbesserungen der Schülerleistungen auslöst, so interpretiert der Autor die vorliegenden Studien in dem Sinne, dass Wettbewerbselemente insgesamt Schülerleistungen positiv zu beeinflussen vermögen. Nachdrücklich weist er darauf hin, dass bloße Wettbewerbselemente wie Bildungsgutscheine nicht ausreichen, sondern die jeweiligen sozialpolitischen Folgen mit bedacht werden müssen. (BIBB2)