Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und Qualifikation
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Abstract
Zwischen Qualifikation, Arbeitszeit und Arbeitsorganisation - so die zentrale These des Autors - bestehen Zusammenhänge, die bisher vernachlässigt wurden. Wer zum Beispiel an der Stellschraube Arbeitszeit drehen will, braucht in der entstehenden Wissensgesellschaft nicht nur ausreichende Reserven qualifizierter Arbeitskräfte, sondern muss zugleich die Arbeitsorganisation beachten. Der Beitrag stellt die für die Personalpolitik gleichermassen wichtigen Trends auf den Arbeitsmärkten dar und analysiert diese im Kontext der betrieblichen Arbeitsorganisation: 1. Bildung wird immer mehr zum Eintrittsticket in den Arbeitsmarkt. 2. "Gehirnlaufzeiten" sind wichtiger als Maschinenlaufzeiten. 3. Das Potenzial an zeitlich begrenzt verfügbaren Arbeitskräften wächst. 4. Die Arbeitszeiten in Europa entwickeln sich auseinander. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen auf den Arbeits- und Produktmärkten nicht 'die' Arbeitsorganisation der Zukunft gebe. Es gebe den Posttaylorismus mit tariflichen und flexiblen Arbeitszeiten, und vielerorts werde eine Rückkehr des Taylorismus registriert. Deutschland sei jedoch bei der Entwicklung posttayloristischer Formen der Arbeitsorganisation in Rückstand geraten, eine neue Debatte über innovative Arbeitsgestaltung sei notwendig. (BIBB2)