Berufsbildung - Standortvorteil im weltweiten Wettbewerb? : 45. Studiengespräch des IW Köln, 10.-12. Mai 1999
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Köln
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Abstract
Der Verfasser kommt bei der Erörterung der Frage, ob ein Berufsbildungssystem einen Standortvorteil im weltweiten Wettbewerb bietet, zu dem Schluss, dass weltweit operierende Unternehmen mit jedem Bildungssystem erfolgreich arbeiten können, das einen hinreichend hohen Bildungsstand als Basisqualifikation gewährleistet. Die hohen Kosten der dualen Ausbildung in Deutschland und die Starrheit des bisherigen Systems erweisen sich dabei im Weltmassstab eher als Wettbewerbsnachteil. Aus beschäftigungpolitischer Sicht beurteilt der Verfasser das deutsche Berufsbildungssystem weltweit jedoch noch immer als einen der Spitzenreiter bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule ins Arbeitsleben, was durch die Arbeitslosenzahlen belegt werde. Dieses System zeige jedoch Risse und erfordere eine rasche Anpassung an die Erfordernisse des Weltmarktes und die auf ihm operierenden Unternehmen, ohne seine bisherigen Stärken zu verlieren. Die Kritik am dualen System bezieht sich vor allem auf drei Punkte: die Ausbildungsordnungen sind zu zahlreich, werden zu langsam an neue Bedingungen angepasst, und die Berufe sind zu eng definiert; die Curricula sind zu unflexibel und zuwenig offen für ein modulares System; der Wechsel zu anderen Ebenen des Bildungssystems ist zu mühsam; das Konzept des lebenslangen Lernens wird nicht gefördert. (BIBB2)