Digitalisierung braucht Erfahrungswissen
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Böhle leitet von der Veränderung der Arbeit in den 1980er Jahre durch die rechnergestützte Informations- und Kommunikationstechnologie auf die heutigen Entwicklungen über. Bei der die fortschreitende Technisierung und Digitalisierung repetitive Arbeiten ersetzten. Bereits damals sei die Prognose entstanden, "dass bei fortschreitender Technisierung menschliche Arbeit entweder ersetzt wird oder ihr die Aufgabe der Überwachung und Regulierung technischer Systeme zukommt". Das bedeute nicht ausschließlich eine Ersetzung einfacher, sondern auch qualifizierter Tätigkeiten, mit der gleichzeitigen Bedeutungszunahme von Erfahrungswissen. Böhle erweitert die theoretische Definition des Erfahrungswissens, um das Verständnis von Fachkräften aus der Praxis. Danach bezeichne es zusätzlich ein schwer fassbares Können. Mit Hilfe dieses erfahrungsgeleiteten-subjektivierenden Handelns seien "Unregelmäßigkeiten und Störungen informationstechnischer Systeme" sowie "Diskrepanzen zwischen realen Gegebenheiten und ihrer Beschreibung und Beschreibbarkeit durch Daten und Algorithmen" lösbar. Erst dadurch könnten Arbeiten weiterhin effizient und zielgerichtet erledigt werden. Um subjektivierendes Handeln zu erlernen und anzuwenden, müsse im Arbeitsprozess Praxiserfahrungen ermöglicht werden. (BIBB-Doku)
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