Von der Wanderschaft des Weißgerbergesellen Ludwig Junkermann (1803-1868) zur mehrfachen Meisterschaft in Mengeringhausen - ein Beispiel für "lebenslanges Lernen" im 19. Jahrhundert
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Abstract
"Moderne Wissens- und Lerngesellschaften haben das Problem, die nachwachsenden Generationen auf eine unbeständige, unsichere, komplexe und mehrdeutige Zukunft vorzubereiten, ohne dass dafür schon "bewährte" Pfade bekannt sind. In traditionellen Gesellschaften, die durch überkommene gesellschaftliche Muster und "bewährte" Karrierewege Stabilität und berufliche Identität verhießen, war die Problemstellung gewissermaßen entgegengesetzt, weil die "bewährten" Pfade längst ausgetrampelt waren: Viele auf diese Pfade verwiesenen Individuen wurden dadurch in ihren persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten mitunter unnötig begrenzt. Dieser Beitrag zeigt, wie solche gesellschaftlichen Vorgaben der Zunftverfassung von einem lernenden Handwerker gleichsam unterlaufen wurden. Dass diese aktive Gestaltung seiner beruflichen Karriere dem Zeitgeist um mehr als hundert Jahre vorauseilt, zeigt ein berufspädagogisch-historisch interessantes Phänomen - nämlich dass das moderne Konzept "lebenslanges Lernen" schon gelebt wurde, bevor es als solches für eine demokratische Lerngesellschaft ausformuliert wurde." (Autorenreferat; BIBB-Doku)
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