Das "Who is who?" der deutschen Bildungs-Digitalisierungsagenda - eine kritische Politiknetzwerk-Analyse

bibb.id183303
dc.contributor.authorFörschler, Annina [Verfasser]
dc.date.accessioned2019-02-06T10:17:07Z
dc.date.available2019-02-06T10:17:07Z
dc.date.issued2018
dc.description.abstractIm Herbst 2016 veröffentlichte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Strategiepapier "Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft" als systematischen Handlungsrahmen für die Verbreitung digitaler Bildung in Deutschland. Zwei Monate später folgte "Bildung in der digitalen Welt" der Kultusministerkonferenz (KMK). In der Publikation unterbreitet die KMK Vorschläge, um mit der zunehmenden Digitalisierung alles Lebensbereiche als einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. "Der vorliegende Beitrag knüpft dabei an Beobachtungen an, die auf eine zunehmende Einflussnahme neuer bzw. sogenannter intermediärer Akteure auf Bildungspolitik hinweisen, darunter beispielsweise Non-Profit-Organisationen, Stiftungen oder Lobbygruppen. Durch die Bereitstellung von (technologischem) 'Expertenwissen' im Diskurs sowie mittels Govemance-Instrumenten wie Normsetzung, Agenda-Setting oder Finanzierung und Koordinierung von Aktivitäten hätten diese sukzessive an Bedeutung gewonnen, wobei sie oftmals jenseits formaler politischer Strukturen oder Entscheidungsfindungen operierten und damit häufig im Verborgenen agierten. Ähnliches lässt sich, so zeigen die Befunde dieses Beitrags, für die Etablierung der deutschen Digitalisierungsagenda beobachten, wobei insbesondere solche Akteurskonstellationen eine zunehmend wichtige Rolle spielen, bei denen privatwirtschaftliche Interessen der sogenannten 'EdTech' (Education Technology-)Industrie zunehmend enger mit bildungspolitischen Programmatiken verknüpft werden. Die dargestellten Ergebnisse gehen dabei auf eine 'netzwerkethnographische Erhebung' zurück, eine Kombination aus intensiven Online-Recherchen, der Analyse von Dokumenten, leitfadengestützten, narrativen Interviews mit Schlüsselakteuren des Netzwerks sowie der Teilnahme an wichtigen 'Netzwerkevents' wie der Didacta-Messe. Basierend auf den hierdurch generierten Ergebnissen werden im Folgenden zentrale Reformen von 2000 bis 2018, Entwicklungen und (neue) Akteure skizziert. Dabei werden einzelne (neue) Akteure als in wachsendem Maße einflussreich herausgearbeitet und ihre Aktivitäten und Einbindung in den Diskurs um 'gute' und 'richtige' Bildung in der 'digitalen' Wissensgesellschaft sowie bei der Gestaltung aktueller bildungspolitischer Steuerungsprozesse hervorgehoben, insbesondere das sogenannte Bündnis für Bildung (BfB)" (Textauszug; BIBB-Doku).
dc.format.extentS. 31-52
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/jspui/handle/BIBB/768366
dc.language.isode
dc.relation.ispartofPädagogische Korrespondenz : Zeitschrift für kritische Zeitdiagnostik in Pädagogik und Gesellschaft
dc.relation.ispartofvolume(2018), H. 58
dc.subject.classificationL 4.1.2 Elektronische Medien
dc.subject.classificationS 3.5.1.1 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
dc.subject.otherBildungspolitik
dc.subject.otherDigitalisierung
dc.subject.otherDigitale Medien
dc.subject.otherNetzwerk
dc.subject.otherBundesministerium für Bildung und Forschung
dc.subject.otherKultusministerkonferenz
dc.subject.otherPublic-private-Partnership
dc.titleDas "Who is who?" der deutschen Bildungs-Digitalisierungsagenda - eine kritische Politiknetzwerk-Analyse
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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