Karriere, Kind oder Broterwerb? : Wirtschaftswissenschaftlerinnen aus den neuen Bundesländern im Übergang von Studium zu Beruf. Eine empirische Studie der Sozialisationsgeschichte und Zukunftsvorstellungen zur Entwicklung bedarfsgerechter Familienförderung in Thüringen

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Hampp

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München u.a.

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Abstract

Ziel dieser Arbeit ist es, die Situation junger Wirtschaftswissenschaftlerinnen aus den neuen Bundesländern im Übergang von Studium und Beruf zu beleuchten: Dazu werden in einer empirischen Studie die privaten und beruflichen Zukunftspläne junger Diplomkauffrauen der Universität Jena erforscht sowie darauf aufbauend Ansatzpunkte zur bedarfsgerechten primär betrieblichen Familienförderung in Thüringen entwickelt. Zur Beantwortung der beiden Forschungsfragestellungen gliedert sich die Arbeit in vier Kapitel: In Kapitel A werden nach einer Problemeinführung zunächst Ziel und Aufbau der Arbeit dargelegt. Kapitel B untersucht den Erklärungsbeitrag verschiedener ökonomischer, soziologischer und psychologischer Theorieansätze zur Ungleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Theorie der statistischen Diskriminierung. In Kapitel C wird daran anschliessend zur Vorbereitung der empirischen Untersuchung die Lebenssituation von Frauen in der ehemaligen DDR anhand der vorliegenden Literatur rekonstruiert. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt hierbei auf einer Analyse ihrer Stellung im Erwerbsleben sowie der staatlichen Frauenfördermassnahmen. Kapitel D umfasst die empirische Untersuchung und stellt von Umfang und Bedeutung das zentrale Kapitel dieser Arbeit dar. Zunächst werden hier die Schritte der Untersuchung sowie die Methodenwahl vorgestellt und begründet. Daran anschliessend erfolgt eine Analyse der befragten Jenenser BWL- Studentinnen und ihres Studiums: Neben einem Kurzportrait der Befragten und Informationen über die Fakultät sowie die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge vor und nach der Wende, wird hier vor allem das Ingenieurökonomiestudium und BWL-Studium aus Studentensicht kritisch gegenübergestellt. Im zweiten Teil des Kapitels stehen die Zukunftspläne sowie das Selbstverständnis der befragten Jenenser Studentinnen im Mittelpunkt des Interesses. Dabei werden sowohl individuelle, berufliche und private Pläne diskutiert, als auch generelle Betrachtungen über die Gleichberechtigung der Geschlechter in der DDR und heute angestellt. Den Abschluss der Arbeit bildet Kapitel E. Hier werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Thüringens sowie einige Ansatzpunkte der Familienförderung für die in Thüringen vorherrschenden Klein- und Mittelbetriebe vorgestellt. Diese liegen im Bereich der Personalauswahl, Aus- und Weiterbildung sowie der Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen und -zeiten. Diese Vorschläge sind zwar momentan noch hypothetisch, da zur Zeit in Thüringer Unternehmen keine Familienförderung betrieben wird. Sie sollen jedoch als Diskussionsbeitrag verstanden werden, der den betroffenen Unternehmen Perspektiven aufzeigt, wie sie durch eine Familienorientierung nicht nur den Wünschen und Bedürfnissen der Frauen in Thüringen gerecht werden, sondern gleichzeitig ihre Wettbewerbsposition verbessern können. Abgeschlossen wird Kapitel E durch ein Gesamtfazit der Arbeit sowie einen Ausblick, in dem erfolgversprechende Wege einer wirksamen betrieblichen Familienförderung aufgezeigt werden. (Autorenreferat, IAB-Doku)

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Zugl.: Zürich, Univ., Diss., 1996

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