Fachkräftemangel in China : bildungspolitische Herausforderung
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Abstract
Mit Spitzenlöhnen versucht die chinesische Schiffsbranche dem Fehlen von Fachkräften gegenzusteuern. Schweißer zählen jetzt zu den Top-Verdienern unter den chinesischen Facharbeitern. Ihr Einkommen übersteigt mittlerweile das von Hochschulabsolventen bei weitem. Die prekäre Situation der beruflichen Bildung in China resultiert aus Sicht chinesischer Berufsbildungsexperten nicht nur aus der Stigmatisierung der beruflichen Bildung, sondern auch aus ihrer bildungspolitischen Unterbewertung. Von der Akademisierung wurde der entscheidende Beitrag zur Umsetzung der neuen sozialistischen Marktwirtschaft erwartet. Erst mit dem Jahresplan 2005 bis 2010 wurde diese Politik durch ein Reformprojekt berufliche Bildung korrigiert. Dabei ging es vor allem um drei Ziele: Aufwertung der beruflichen Bildung im öffentlichen Bewusstsein. Stärkere Verschränkung zwischen theoretischem und praktischem Wissen sowie Aus- und Weiterbildung der Berufsschullehrer. Ausgehend von der Situation im Beschäftigungssystem beschreibt der Beitrag die bildungspolitischen Herausforderungen und erste Reformansätze in China. (BIBB-Doku)