Organisationslernen und Schlüsselqualifizierung
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Abstract
Bis vor wenigen Jahren waren die Betriebe ausschliesslich ein Ort des zweck- und verwendungsorientierten Lernens, während Bildung und Persönlichkeitsentwicklung in ausserbetrieblichen Bereichen, z.B. in Schulen oder Volkshochschulen, gefördert wurden. Eine derartig klare Grenzziehung ist heute immer weniger möglich. Die Entwicklung der Qualifikationsanforderungen auf den Arbeitsmärkten hat vielmehr zu einer doppelten Erweiterung des betrieblich- beruflichen Lernens geführt: Zum einen "weitet" sich das Qualifikationslernen unter dem Leitziel der Vermittlung von "Schlüsselqualifikationen" auch zur "Bildung" bzw. genauer zur Persönlichkeitsbildung. Zum anderen ist das betriebliche Lernen nicht mehr nur auf das einzelne Individuum gerichtet, sondern auch auf die Förderung der Anpassungs- und Überlebensfähigkeit der Organisation Betrieb. Im Beitrag werden diese beiden Entwicklungstendenzen nachgezeichnet und das Ineinandergreifen beider Tendenzen im Konzept der lernfähigen Unternehmung dargestellt. Anschliessend werden die praktischen Konsequenzen aus diesen Entwicklungen für die Führungskräfte und Weiterbildner in den Betrieben aufgezeigt. (Autorenreferat, IAB-Doku)