Lernkulturen schulferner Jugendlicher : das geschätzte und unterschätzte Potenzial des informellen Lernens
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141570
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Abstract
Im Beitrag werden die Begriffe (informelles) Lernen und Kultur unter kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkten theoretisch aufeinander bezogen und deren Begriffsbündel Lernkultur aus zwei unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt. Zunächst geht es um den Begriff der Lernkultur in einem schul- und unterrichtsbezogenen Verständnis, ehe der Begriff aus einer lebens- und alltagsweltlichen Perspektive beleuchtet wird. Diskutiert wird im außerschulischen Zusammenhang das informelle Lernen, welches sich besonders im Alltag vollzieht. Das informelle Lernen bietet die Chance, das zu lernen, "was formal nicht vermittelt wird". Diese Auseinandersetzung geschieht anhand von qualitativen Interviews mit zwei schulfernen Jugendlichen, mttels derer das Potenzial der ausserschulischen und lebensweltlichen Lernkulturen für schulisches Lernen dargelegt wird. Der Beitrag zeigt auf, dass die Alltagswelten - hier verstanden als Lernkulturen - eine Fülle von Lernprozessen bereithalten, welche in der vom formalen Lernen geprägten Schule so nicht stattfinden können. Die Integration informeller Lernmöglichkeiten in die Schule kann eine Integration schulferner Jugendlicher in die Gesellschaft wesentlich erleichtern. Dazu muss die "informelle Lernkultur" mit den von den Jugendlichen bevorzugten Lernprozessen anerkannt und aufgegriffen werden. (BIBB-Doku)