Individualism, human capital formation, and labor market success
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München
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Abstract
“There is an ongoing debate about the economic effects of individualism. We establish that individualism leads to better educational and labor market outcomes. Using data from the largest international adult skill assessment, we identify the effects of individualism by exploiting variation between migrants at the origin country, origin language, and person level. Migrants from more individualistic cultures have higher cognitive skills and larger skill gains over time. They also invest more in their skills over the life-cycle, as they acquire more years of schooling and are more likely to participate in adult education activities. In fact, individualism is more important in explaining adult skill formation than any other cultural trait that has been emphasized in previous literature. In the labor market, more individualistic migrants earn higher wages and are less often unemployed. We show that our results cannot be explained by selective migration or omitted origin-country variables.” (Autorenreferat; BIBB-Doku)
„Individualismus beschreibt ein gesellschaftliches Wertesystem, das die Freiheit und Leistung des Einzelnen in den Vordergrund stellt. Weite Verbreitung findet es vor allem im angelsächsischen Raum, aber beispielsweise auch in Deutschland und den Niederlanden. Die sozialen und ökonomischen Effekte von Individualismus werden aktuell kontroverser denn je diskutiert. Allerdings hat sich die empirische Forschung zu diesem Thema bislang vor allem auf die Auswirkungen von Individualismus auf gesamtgesellschaftliche Zielgrößen – beispielsweise Wirtschaftswachstum, Umverteilung und Pandemiebekämpfung – fokussiert. Anhand von OECD-Daten aus dem größten internationalen Kompetenztest für Erwachsene (PIAAC) untersuchen wir nun erstmals die Rolle von Individualismus auf der individuellen Ebene. Wir finden, dass individualistischere Personen höhere kognitive Kompetenzen haben. Außerdem erwerben sie höhere Bildungsabschlüsse und nehmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an Weiterbildungsaktivitäten im Erwachsenenalter teil. Auf dem Arbeitsmarkt verdienen individualistischere Personen zudem höhere Löhne und sind seltener arbeitslos. Unsere Ergebnisse zeigen daher, dass Individualismus ein wichtiger persönlicher Erfolgsfaktor ist, auch wenn dieses Wertesystem negative gesamtgesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.“ (Textauszug; BIBB-Doku)
„Individualismus beschreibt ein gesellschaftliches Wertesystem, das die Freiheit und Leistung des Einzelnen in den Vordergrund stellt. Weite Verbreitung findet es vor allem im angelsächsischen Raum, aber beispielsweise auch in Deutschland und den Niederlanden. Die sozialen und ökonomischen Effekte von Individualismus werden aktuell kontroverser denn je diskutiert. Allerdings hat sich die empirische Forschung zu diesem Thema bislang vor allem auf die Auswirkungen von Individualismus auf gesamtgesellschaftliche Zielgrößen – beispielsweise Wirtschaftswachstum, Umverteilung und Pandemiebekämpfung – fokussiert. Anhand von OECD-Daten aus dem größten internationalen Kompetenztest für Erwachsene (PIAAC) untersuchen wir nun erstmals die Rolle von Individualismus auf der individuellen Ebene. Wir finden, dass individualistischere Personen höhere kognitive Kompetenzen haben. Außerdem erwerben sie höhere Bildungsabschlüsse und nehmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an Weiterbildungsaktivitäten im Erwachsenenalter teil. Auf dem Arbeitsmarkt verdienen individualistischere Personen zudem höhere Löhne und sind seltener arbeitslos. Unsere Ergebnisse zeigen daher, dass Individualismus ein wichtiger persönlicher Erfolgsfaktor ist, auch wenn dieses Wertesystem negative gesamtgesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.“ (Textauszug; BIBB-Doku)