Personenbezogene Berufsbildung im Spannungsfeld von Professionalisierung und Prekarisierung
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Abstract
Personenbezogene Berufsbildung steht in einem spezifischen Spannungsverhältnis zwischen historisch gewachsenen Strukturen von 'Semi-Professionalität' in der Industriegesellschaft und wachsenden Professionsbedarfen im Zuge der Transformation zur Dienstleistungsgesellschaft, die sich insbesondere durch steigende Anforderungen an familienunterstützende Dienstleistungen begründen. Diese Entwicklung erfordert neue Konzepte der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Im Beitrag werden - ausgehend von professionstheoretischen Überlegungen - Professionalisierungsansätze diskutiert. Für die Professionalisierung und Qualitätssicherung der Ausbildung für personenbezogene Berufe, in denen heute noch sehr uneinheitliche Ausbildungsstandards gelten, hält die Autorin standardisierte und vereinheitlichte ordnungsrechtliche Standards für erforderlich. Die zunehmende Nachfrage nach hoher fachlicher Qualifizierung im Segment der Einfacharbeitsplätze mache zudem neue berufspädagogische Konzepte für geringqualifizierte Personengruppen erforderlich. (BIBB-Doku)