Reparaturbetrieb, Inklusion und Fachkräftesicherung. Transformation der Benachteiligtenförderung in Deutschland
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Abstract
"Die historische Entwicklung des spezifischen Teilbereichs des Berufsbildungssystems, der sich der Förderung der Benachteiligten in der Gesellschaft widmet, betrachten Dietmar Heisler und Petra Lippegaus in ihrem Beitrag. Die steigende Zahl ausbildungsloser Jugendlicher in den 1960er und 1970er Jahren führt zur Entwicklung von Angeboten zur Berufsvorbereitung und zur Ausbildung von sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen. Konzeptionell stehen diese Angebote in der Tradition der Jugendfürsorge, Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit. So entsteht eine "sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung" an der Schnittstelle von Berufs- und Sozialpädagogik. In fünf Dekaden entwickelt sich ein Geflecht beruflicher Bildung und Förderung, das als Benachteiligtenförderung bzw. Berufliche Integrationsförderung bezeichnet wird und wechselnden Prioritäten und Entwicklungslinien folgt. Der Beitrag untersucht, welche Konzepte und Förderparadigmen in welchen Etappen zu Grunde lagen und welche Spannungsfelder sich aus dem interdisziplinären Ansatz, den verschiedenen Leitbildern und der Einbindung unterschiedlicher Rechtskreise ergeben. Zugleich wird deutlich, dass gerade dieser Bereich immer ein Innovationsmotor zur Qualitätsentwicklung in der beruflichen Bildung war." (Hrsg.; BIBB-Doku)