Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Umweltberatung in der Landwirtschaft

bibb.id96204
dc.contributor.authorCurrle, Jochen [Verfasser]
dc.contributor.authorParvanov-Dawson, Raina [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T11:48:01Z
dc.date.available2018-12-17T11:48:01Z
dc.date.issued1996
dc.description.abstract"Der Artikel soll einen Beitrag dazu leisten, das angespannte Verhältnis von Landbewirtschaftung und Ressourcenschutz zu entschärfen. Es wurde nach gangbaren Wegen gesucht, die sowohl das öffentliche Interesse als auch die Interessen der beteiligten Landwirte berücksichtigen. Durch die Ergebnisse von zwei Untersuchungen wird deutlich, dass sowohl bei der Nitratbelastung, wie auch bei der Bodenerosion eine Beeinträchtigung der umgebenden Natur nicht oder nur selten erlebt wird. Die untersuchten Umweltschädigungen werden nicht als relevante Bedrohung der eigenen Existenz (Bodenerosion) oder als eigenes ganz konkretes Problem wahrgenommen (Nitratbelastung). In der Analyse der von Wissenschaft und Beratung angebotenen umweltrelevanten Massnahmen wird deutlich, dass diese technisch optimalen Lösungen für einen Grossteil der Landwirte nur schwer in ihren betrieblichen Ablauf sowie in ihre Wahrnehmungs- und Handlungsmuster einzufügen sind. Es zeigt sich, dass die vorgeschlagenen Massnahmen eine Reihe von Bedingungen voraussetzen, die im Verlauf ihrer Entwicklung gegeben waren, für viele landwirtschaftliche Betriebe und Familien aber nicht selbstverständlich gelten. Wissenschaft und Beratung, die landwirtschaftlich verursachte Umweltbeeinträchtigungen gemeinsam mit den Landwirten vermindern will, muss die Fragen der bäuerlichen Problemwahrnehmung und der Kompatibilität von Umweltmassnahmen mit der Situation der Landwirte stärker berücksichtigen. Dies kann dadurch geschehen, dass - für die menschlichen Sinne - schwer wahrnehmbare Umweltschäden am konkreten Beispiel dargestellt und sichtbar gemacht werden. Hüten sollte man sich vor generellen Schuldzuweisungen, die i.d.R. nur Abwehr zur Folge haben. In der Entwicklung von Massnahmen empfiehlt sich ein situationsspezifisches Vorgehen, welches auf dem Bewusstsein gründet, dass die Rahmenbedingungen bei der Entwicklung immer als selbstverständliche Voraussetzung in die Lösungsvorschläge mit einfliessen. Die Aufgabe der Beratung bei einem solchen situationsspezifischen Vorgehen liegt dann vor allem in der sinnvollen Definition der jeweiligen Zielgruppen, im frühzeitigen Einbeziehen der Zielgruppen und darin, sicherzustellen, dass die spezifischen bäuerlichen Problemwahrnehmungen bei der Lösungssuche und dem Erarbeiten von Massnahmen berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
dc.format.extentS. 87-102
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/710063
dc.language.isode
dc.relation.ispartofBerichte über Landwirtschaft
dc.relation.ispartofvolume74 (1996), H. 1
dc.subject.classificationS 6.1.1 Land-, Tier-, Forstwirtschaft und Gartenbau
dc.subject.classificationG 1.2.4.1.1 Land- und Forstwirtschaft
dc.subject.classificationG 2.5 Nachhaltigkeit
dc.subject.otherLandwirt
dc.subject.otherTätigkeitsmerkmal
dc.subject.otherUmweltbelastung
dc.subject.otherUmweltberatung
dc.subject.otherBerufsproblem
dc.subject.otherLandwirtschaft
dc.subject.otherUmweltverträglichkeit
dc.titleSchwierigkeiten und Möglichkeiten der Umweltberatung in der Landwirtschaft
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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