Lernfeldorientierte Rahmenlehrpläne der KMK: gute Absichten und ungewollte Nebenwirkungen (Stellungnahme des VLW)
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Stuttgart
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Abstract
Der Bundesverband der Lehrer an Wirtschaftsschulen e.V. (VLW) hält das Konzept der Lernfeldorientierung für einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Curriculumgestaltung, die die Vorzüge des fachgebundenen Unterrichts mit dem Qualifizierungspotential projektorientierter Lernsequenzen verbindet. Die Bildungsangebote der kaufmännischen Berufsschule lassen sich nicht ausschliesslich aus beruflichen Handlungsabläufen und betrieblichen Tätigkeiten ableiten, wie es die "Handreichungen" der KMK nahelegen. Der VLW bedauert, dass das Lernfeldkonzept ohne Abstimmung mit den Lehrerverbänden, ohne nennenswerte Einbindung der Hochschullehrer für Wirtschaftspädagogik und ohne Modellversuche erfolgt ist. Dem Lernfeldkonzept setzt der VLW seinen Entwurf der vernetzten Curricula entgegen, die sich nicht nur an betrieblichen Handlungsabläufen, sondern auch an den Systematiken der Bezugsdisziplinen orientieren. Vernetzte Curricula stehen nach seiner Auffassung mit der unterschiedlichen Funktion der Lernorte in einem dual- kooperativen System besser in Einklang als das Lernfeldkonzept und können das Spannungsverhältnis von Kasuistik und Systematik gut austarieren. (BIBB2)