Berufssensorik als Gegenstand gestalterischer Ausbildung - Vergangenheit und Zukunft

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"Wer einen Beruf erlernt hat, sieht die Welt mit anderen Augen. Mediengestalter/innen können nicht anders als in jeder Speisekarte nach typografischen Fehlern zu suchen. Zentrale Aufgabe der Gestaltungsausbildung ist die Sensibilisierung für die spezifischen Elemente des Gestaltens, sei es Typografie, Fotografie, Innenraum, Außenraum usw. Die spezifische Wahrnehmung im Kontext beruflicher Qualifikation könnte man Berufssensorik nennen, analog zur Beherrschung spezifischer Handgriffe in der Ausführung (Motorik). Das Konzept der Berufssensorik soll helfen diesen weithin bekannten und dennoch impliziten Umstand gestalterischer Tätigkeit begrifflich zu fassen: Die durch Übung geschärfte Wahrnehmung in Bezug auf den spezifischen Gegenstand eines Berufs. Noch bevor es gilt Methoden der Erfassung, Messung oder Vermittlung - bis hin zu ihrer Artikulation, Verschriftlichung und Reflexion - zu formulieren, soll an den historischen Beispielen VITRUV, ALBRECHT DÜRER und PAUL RENNER gezeigt werden, dass die Berufssensorik die Gestaltung schon immer begleitet hat." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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