Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte : Deutschland
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161481
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OECD Publishing
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Paris
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Abstract
Deutschland gehört zu den OECD-Ländern mit den geringsten Hürden für die Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte. Dennoch fällt die dauerhafte Arbeitsmigration im internationalen Vergleich gering aus. Deutsche Arbeitgeber rekrutieren bislang noch selten Personal aus dem Ausland. Selbst jene Unternehmen, die damit rechnen, dass ihnen zukünftig Fachkräfte fehlen werden, ziehen die Möglichkeit kaum in Betracht. Grund hierfür könnte nach Einschätzung der Studie unter anderem mangelnde Transparenz und der schlechten Ruf des deutschen Antragssystems sein. Ungeachtet dessen gibt es in Deutschland, anders als in anderen Ländern, keine Begrenzung für die Zahl hochqualifizierter Einwanderer pro Jahr. Die Bearbeitungszeit der Anträge ist kurz, das Verfahren selbst kostengünstig. Nur selten werden Bewerber für hochqualifizierte Tätigkeiten abgelehnt. Auch internationale Hochschulabsolventen erhalten in Deutschland vergleichsweise großzügigen Zugang zum Arbeitsmarkt. Empfohlen wird daher, Arbeitgeber - insbesondere KMU - bei der Personalsuche im Ausland stärker zu unterstützen, sofern sie ihren Fachkräftebedarf im heimischen Arbeitsmarkt nicht decken können. Noch schwieriger als bei akademischen Berufsbildern gestaltet sich die Zuwanderung in Fachberufe, die keinen Hochschulabschluss voraussetzen. "Der Fachkräftemangel in Deutschland zeigt sich aber gerade in diesem Bereich relativ stark. Kleine und mittelständische Unternehmen erwarten hier in Zukunft sogar größere Engpässe als bei Hochqualifizierten. Dennoch haben Nicht-EU-Bürger gegenwärtig kaum Chancen, in Deutschland Stellen auf mittlerem Qualifikationsniveau anzunehmen. Der Bericht regt daher an, hier neue Zuwanderungsmöglichkeiten zu eröffnen." (Herausgeber; BIBB-Doku)