Berufliche Vollzeitschulen: Ausputzer der Nation?
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Abstract
Berufliche Vollzeitschulen haben durch stark steigende Schülerzahlen in den letzten Jahren zunehmend die Funktion eingenommen, den Ausbildungsstellenmarkt zu entlasten. Insgesamt aber verlängert sich so meist die Verweildauer im beruflichen Bildungsystem, da im Anschluss an die Schulausbildung häufig eine duale Ausbildung angeschlossen wird. Bildungspolitisch und -ökonomisch kontraproduktiv wird die duale Ausbildung so de facto immer häufiger zu einer beruflichen Fortbildung. Im Beitrag wird diese Entwicklung für die verschiedenen Formen beruflicher Vollzeitschulen dargestellt. Diese sind nach ihren Eingangsvoraussetzungen gestaffelt in: Berufsvorbereitungsjahr als besondere Hilfe für Lernbeeinträchtigte, das nach Möglichkeit in eine reguläre Berufsausbildung einmünden soll; Berufsgrundbildungsjahr, dessen ganze oder teilweise Anerkennung als Teil einer folgenden dualen Ausbildung aber in den meisten Bundesländern noch von der Wirtschaft erheblich opponiert wird; Berufsfachschulen, die neben beruflicher Bildung auch die allgemeine Bildung erweitern und zu einem mittleren Schulabschluss oder sogar zur Fachhochschulreife führen können; Fachoberschulen und Fachschulen. Insbesondere die Fachschulen genießen eine hohe Wertschätzung in der Wirtschaft. Manche bereiten in Zusammenarbeit mit den Kammern auch auf die Meisterprüfung vor. Im Gegensatz zu den anderen Schulformen sind hier aber die Schülerzahlen in den letzen Jahren konstant geblieben. (BIBB-Doku)