Kerschensteiner: Ein Erfolg, der zu denken gibt

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Der Beruf, den Kerschensteiner in den Mittelpunkt seines inhaltlich-erzieherischen Denkens stellte, hat sich grundlegend gewandelt. An die Stelle des Berufes im Sinne einer individuellen Könnerschaft ist der Job in verschiedenen Tätigkeitsfeldern getreten. Die Anzahl der Tätigkeiten steigt, die der Berufe nimmt ab. Mobilität und Flexibilität sind die wichtigsten Anforderungen an die in Organisationen arbeitenden Menschen. Nicht mehr der Beruf, sondern eine Qualifikationscollage ist die inhaltliche Perspektive des "brauchbaren Menschen". Systematische Berufsausbildung weicht einer permanenten Weiterbildung. Aus diesem Zusammenhang leitet der Verfasser Reformalternativen für die Berufsschule ab: Eine Neukonzeption muss dem Fakt Rechnung tragen, dass die Berufsschule kein voll integrierter Teil des dualen Systems ist und dass sich ihr Bildungsauftrag verändert hat. Volle Integration der Berufsschule als gleichberechtigter Partner im dualen System kann nur durch Vernetzung auf oberster Ebene durch ein gemeinsames Curriculum für Schule und Betrieb erreicht werden, Vernetzung auf unterster Ebene durch kommunale bzw. regionale Netzwerke möglichst vieler Bildungsanbieter. Ferner muss eine Umorientierung der Berufsschule von der verpflichtenden Jugendschule zu einer Erwachsenenbildungsinstitution stattfinden. (BIBB2)

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