Zwischen visionärer Euphorie und praktischer Ernüchterung : Informations- und Bildungstechnologien der vergangenen fünfzig Jahre
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Berlin
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Abstract
Bis heute fehlt ein historisch-systematischer Überblick darüber, wie sich die computerbasierten Informatios- und Bildungstechnologien seit ihren Anfängen bis zur Gegenwart entwickelten, welche Formen sich durchsetzten, welche wieder aufgegeben wurden und welche heute die Praxis bestimmen. In dem Quem-Report wird die Geschichte des E-Learnings vor dem Hintergrund der Kompetenzentwicklung kritisch betrachtet. Dabei werden die Informations- und Bildungstechnologien der vergangenen 50 Jahre mittels einer historisch-systematisierenden Analyse daraufhin untersucht, welchen Beitrag sie zum selbstbestimmten Lernen geleistet haben. Grundlegende Frage ist, ob diese Bildungstechnologien nur einen Informationsgewinn bringen oder auch die Kompetenzentwicklung fördern. Zur Bewertung wurde ein Kriterienraster entwickelt, das es erlaubt, Lernprogramme und -systeme in den einzelnen Entwicklungsphasen (1960er und 1970er Jahre, 1980er Jahre, seit den 1990er Jahren) zu analysieren und zu bewerten, Entwicklungstrends aufzuzeigen sowie eine Typologie von computerbasierten Informations- und Bildungstechnologien herzuleiten. Die Studie zeigt, dass durch die Informations- und Bildungstechnologien der mögliche Informationsgewinn stetig gewachsen ist, aber die Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung nur marginal gefördert werden und dass Kompetenzgewinn weniger durch technische Möglichkeiten bestimmt wird als von den bereits vorhandenen Dispositionen des Lerners abhängt. Angebote computerunterstützten Unterrichts folgen eher dem technologischen Fortschritt als Fortschritten in der Lerntheorie. (BIBB-Doku)